Wie die Zeit vergeht –. Schluss

Bild, Witizia

Warum die Zeit schneller vergeht, je älter man wird

Mein Digest von Spiegel online mit Buchbemerkung von Marc Wittmann 

Eine Beobachtung, die Jan und Jedermann bestätigen kann: In Kindheit und Jugend fühlte sich ein Jahr noch wie ein ganzes langes Jahr. Im Moment des Erwachsenseins: „Was, schon wieder Neujahr?“ Auch in der Forschung ist das Phänomen bekannt: In Studie befragte Probanden ihrer Wahrnehmung, hatten die Älteren das Gefühl, die Zeit sei schneller vergangen.

Somit die Fragestellung:
Steht die Wahrnehmung in Relation zum Alter?

Einige Psychologen weisen auf ein Rechenspiel: Jeder setzt von selbst eine Zeitspanne in Relation des gelebten Lebens. Für Sechsjährigen entspricht ein Jahr einem Sechstel des Lebens, für Sechzigjährigen nur einem Sechzigstel. Also kein Rätsel, dass einem die Relation kurz vorkommt.

Ludwig-Maximilian University Munich, Wittmann, s. Hinweis.
Trotz der weit verbreiteten Überzeugung, dass die subjektive Geschwindigkeit des Zeitablaufs mit dem Alter zunimmt, sind empirische Ergebnisse umstritten. In dieser Studie wurde eine Kombination von Fragebögen verwendet, um die subjektive Zeitwahrnehmung von 499 Probanden im Alter von 14 bis 94 Jahren zu bewerten. Pearson-Korrelationen und nichtlineare Regressionsanalysen zu einer Vielzahl von Fragebögen und das Alter der Teilnehmer zeigen, dass die momentane Wahrnehmung des Zeitablaufs und das retrospektive Urteil vergangener Zeiträume eine Funktion des chronologischen Zeitalters sind; allerdings machten kleine bis mäßige Effekte höchstens 10% der Varianz aus. Ergebnisse im Allgemeinen unterstützen die weit verbreitete Wahrnehmung, dass der Ablauf der Zeit mit dem Alter beschleunigt. Diese Ergebnisse werden im Zusammenhang mit Modellen der prospektiven und retrospektiven Zeitentscheidung diskutiert, aber Interpretationen müssen mit Vorsicht mit methodischen Einschränkungen behandelt werden.

Dieser Ansatz klingt plausibel, aber nicht alle Menschen sind mit dem Rechenbeispiel einverstanden, nämlich Ruheständler das Gefühl von Zeitentschleunigung wahrnehmen und die Welt neu entdecken.

Ein Phänomen ist auch, wenn man sich langweilt und wenig erlebt, erscheint die Zeit im Nachhinein besonders schnell vergangen zu sein – abends wundert man sich, warum der Tag jetzt schon wieder vorbei ist. Daran sind wir auch selbst schuld: Mit zunehmendem Alter sind Menschen weniger dem Leben aufgeschlossen. Das bedeutet: Jeder kann die gefühlte Zeit abbremsen. Der Schlüssel dazu ist, sich wieder für Neues zu öffnen und noch einmal erste Male zu erleben. Und wenn es nur die erste Reise ganz ohne Begleitung ist. Lebensinhalt und Emotionales prägen sich im Gedächtnis ein – und hiermit das natürliche Gefühl von Zeit-Dauer.

Zu guter Letzt die Fragestellung zum Altsein und Antwort eines versiertem Wissenschaftler in TV-Doku: Das Ziel ist, länger jung zu bleiben und es soll nicht das Ziel sein, den Tod hinauszuzögern, denn Altsein ist zumeist mit großen Schmerzen verbunden.

Kulturmodell kurzum

 

 

Der soziale Stoff wurde über die Zeit als Essay reflektiert – in der Hoffnung, fern einer Eitelkeit –. im Titel hierzu welches ich als Kulturmodell sehe, könnte man noch sagen: Vielleicht hat´s auch nur was mit „sich aussprechen“ (sich zeigen, zu wes Geistes Kind kommen) zu tun … … besser ist es das Innere zu bewahren.

Dann wäre da noch meiner Familie „herzliches Dankeschön!“

Wie die Zeit vergeht …

… und ehe man sich’s versieht, ist man … ein „alter Mann“.
Zwischentons Uroma: Aber ein „junger“!.*

mit 10 Jahren ein Kind
mit 20 Jahren ein Jüngling
mit 30 Jahren ein Mann
mit 40 Jahren wohlauf
mit 50 Jahren ists wohlgetan
*mit 60 Jahren gehts Alter an
mit 70 Jahren schneeweiß
mit 80 Jahren ein Greis
mit 90 Jahren Gnade bei Gott
mit 100 Jahren Seele bei Gott.

Jahr 2018