… und blaue ist nicht nur der himmel

… und blaue ist nicht nur der himmel

Bild, irenne56

Nach dem deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm:

blaue, f. stragulum, linteum crassius: und mich auf etliche daselbst liegende plauen mit einem zimlichen rausch zur ruhe bequemte. Simpl. 2, 289; und legte mich auf meine plauen, worauf ich die vorige nacht so treflich wol geruhet hatte. 2, 293. vgl.blahe, blane, blege.

bläue, f. color caeruleus: des dorfes mädchen brachten den ährenkranz durchschimmert von der bläue der lieblichen kornblume. Klopstock 2, 232; wie sie der erfrischenden mondnacht schimmer umgab, und des himmels bläue. Mess. 17, 306; mir schmückt mit reinerem golde sich der tag, mit lichterem purpur, sanfterer bläue mir der himmel. 19, 791; duftig in lauterer bläue zerflosz wie silber das frühroth. Voss id. 1, 1. vgl. himmelsbläue. bläue heiszt auch die schmalte zum waschen.

blauen, tundere, für bleuen, wo belege folgen sollen.

blauen ,
1) intr. blau sein: der himmel blaut nieder; so weit der himmel blaut. Wieland 23, 133; lau war die luft, der tiefe himmel blaute. Geibels ged. 284.
2) trans. blau färben: ein klarer duft blaute alle schatten. Göthe 28, 89; mag ich denn auch meinem schwager ein biszchen den fuhrmannskittel auswaschen und blauen. causenmacher 128. Tobler 56b hat bläua auch im sinn von nachlässig kauen.

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Jahr 2017