Das Innere Kind

Das innere Kind kann ebenso mit dem Synonym Innenleben, Knotenpunkt o. ä. gesetzt sein – und auch wenn man von sich behaupten möchte, „nur“ von schönen Kindheitserinnerungen geprägt zu sein – so ist dieses Thema geradewegs in einfacher Art gut verknüpft des Komplexes die das Erwachsenenleben betreffen.

Bild, Cyberduck

Verständnisses Inneres Kind (Wikipedia), hier etwas reduziert und ergänzt (Schrift kursiv):

Ausgangsvorstellung

Der „lieblose Erwachsene“, der das Kind nicht annimmt, verhält sich so, wie seine Eltern oder andere Bezugspersonen, welche bei ihm fortlaufend in entsprechend naiver Erinnerung sind! –, die ihn geprägt haben. Er denkt und handelt nach falschen Glaubensmustern/Widerstandsmustern zum inneren Kind des Erwachsenen, sie können beispielsweise heißen:

  • Andere (wie damals die Eltern) sind für meine Gefühle verantwortlich, und ich bin für ihre verantwortlich (war ich brav?).
  • Ich wäre egoistisch und falsch, wenn ich mich selbst glücklich machte (weil die Eltern haben „nur gelebt“ um mich glücklich zu machen und deswegen muss alles so sein wie ich es mir damals als Kind vorgestellt habe).
  • Im Grunde meines Wesens bin ich schlecht (weil ein unglücklicher Mensch kann folglich und andersrum nicht gut sein; s. war ich brav?).
  • Am besten ist es, Bedürfnisse nach Liebe und Zuwendung wegzuschieben (um sich der Verantwortung seines Selbst zu drücken).

Und ablehnende Haltung gegenüber dem inneren Kind

  • Niemand an meinem Arbeitsplatz würde mich noch respektieren, wenn ich kindlich wäre. (Hier geht es nur um das Vokabel)
  • Ich werde nie etwas zustande bringen, wenn ich das Kind in mir rauslasse, weil ich kann dem Kind nicht vertrauen, es wird mir nur Ärger machen.
  • Wenn ich mich meinem Kind öffne, werde ich die Kontrolle über mein Leben verlieren. (Selbstvertrauen, s. Zielvorstellung)

Zielvorstellung

Das Ziel ist, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem inneren Kind des Erwachsenen herzustellen, um (wieder) Zugang zu den tiefen Quellen der Freude, Wahrnehmung und Intuition zu erlangen.

Es ist geboten, dass der innere Erwachsene sich dafür entscheidet, das Kind ohne die (naiven) Vorurteile anzunehmen und sich mit seiner „inneren Wahrheit“ zu verbinden. So ist es für den Erwachsenen eine Orientierung, die naiven Annahmen zu beseitigen und bessere Glaubenssätze zu finden, nach denen er leben möchte. Wenn das innere Kind angenommen wird, können solche guten Glaubenssätze heißen:

Ich bin selbst verantwortlich für mein Glück

  • Ich bin bereit, meine Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen.
  • Ich bin offen für Neues und Veränderungen in meinem Leben.
  • Ich bin stark genug, für mich selbst zu sorgen und für mein Wohlgefühl die Verantwortung zu übernehmen.
  • Ich darf neugierig und verspielt, albern und spontan, lebendig und sensibel sein.
  • Ich darf aber auch zornig und traurig sein, denn durch meine Selbstliebe erkenne ich, dass alle Gefühle wichtige Teile meiner selbst sind.

Mit der Übernahme der Selbstverantwortung wird der Mensch mehr und mehr unabhängig von der Meinung und dem Wohlwollen anderer, was nicht bedeutet, dass er sich über Zuwendung anderer nicht mehr freut. Jedoch erkennt er, dass er weder körperlich noch seelisch umkommt, wenn eine Lebenssituation es nötig macht, dass er für sein Wohlergehen selbst sorgen muss.

Idealvorstellung der inneren Verbindung

Steht der Mensch mit seinem inneren Kind in einer liebevollen Verbindung, erlebt er das ganze Leben anders: Er fühlt sich liebevoll mit den Menschen und mit der gesamten Natur verbunden, weil er mit sich selbst verbunden ist. Diese innere Verbindung ist eine große Kraftquelle und stellt eine Ressource dar.

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Wenn man also diese kurze, sensible Betrachtung zum Inneren Kind überlegt, kann man anmerken, dass das „naive“ innere Kind nichts im Erwachsenendasein zu suchen hat – Inneres Kind in Idealvorstelllung und Erwachsensein heißt, Verantwortung tragen für Familie und Beruf, gleich für sich selbst.

 

… mit Lederhose – glückliche Kindheit

 

Beifügung (Abraham Maslow)
Bild bezüglich Abraham Maslow Wikipedia

… und weiter geht’s! – in Alltagspsychologie: Das liebevolle Ich ist nicht zu verwechseln mit der Ich-Sucht

Jahr 2018